Der Werkhof Eichberg wurde am vergangenen Freitag 24. Oktober einmal mehr zur Bühne musikalischer Sternstunden. In dem gemütlichen Kellerraum, liebevoll gestaltet und voller Atmosphäre, entführte das Thomas Dürst Trio das Publikum in Klangwelten, die man in diesem kleinen, aber feinen Raum kaum für möglich gehalten hätte.
Thomas Dürst, seit Jahrzehnten einer der meistgefragten Bassisten der Schweiz, hat sich mit seinem Wunsch nach einem leichtfüssigen Trio einen Herzenswunsch erfüllt. Gemeinsam mit Lea Gasser am Akkordeon und Sybil Hofstetter am Gesang formte er ein Ensemble, das musikalische Raffinesse mit feiner Emotionalität vereint.
Schon nach den ersten Takten wurde deutlich: Hier begegnen sich drei Musikerinnen und Musiker, die nicht nur ihr Handwerk meisterhaft beherrschen, sondern auch eine gemeinsame Sprache sprechen. Lea Gasser glänzte mit ihrem bezaubernden Akkordeonspiel, das zwischen Virtuosität und Zartheit pendelte. Sybil Hofstetter begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, etwa in einer mitreissenden Interpretation der „Seeräuber-Jenny“ aus der Dreigroschenoper, die das Publikum spürbar berührte.
Das Trio präsentierte musikalische Perlen aus verschiedenen Ländern, welche die Poesie kluger Liedtexte mit einer grossartigen musikalischen Gestaltung verbanden. Jedes Stück war ein Ereignis, sei es A Sleeping Bee, Les Feuilles Mortes oder Lass ds Vergangene vergangen sei. Dabei entstand eine Dichte und Intensität, welche den Zuhörern den Atem nahm. Nach dieser hochkonzentrierten Dosis an hervorragender Musik brauchte das Publikum tatsächlich einen Moment, um wieder in das zurückzufinden, was man gemeinhin Realität nennt.
Einmal mehr zeigte sich, dass es dem Verein Kultur am Chapf gelingt, musikalische Highlights auf die Eichberger Bühne zu bringen, die weit über den Ort hinausstrahlen. Wer an diesem Abend nicht dabei war, weiss nicht, was er verpasst hat – denn wüsste er es, wäre er gekommen.

























