Journalistische Lesung
Freitag, 27.11.2026
Am 27. November 2026 lädt der Verein „Kultur am Chapf“ im Werkhof Eichberg zu einer Lesung mit dem renommierten Journalisten Samuel Tanner ein. Der gebürtige Marbacher startete nach einer kaufmännischen Lehre seine Karriere beim „Rheintaler“, arbeitete später unter anderem für die „Basler Zeitung“ und die „NZZ am Sonntag“ und ist seit 2021 Inlandredaktor der NZZ; seine mehrfach ausgezeichneten Reportagen verbinden Tiefgang, Humor und präzise Analyse. Die Veranstaltung verspricht einen Abend mit fundiertem journalistischem Blick auf gesellschaftliche und politische Themen.
Ort
Werkhof, Eichberg im Untergeschoss
Türöffnung
20:00 Uhr
Start
20:30 Uhr
Preis
CHF 20.-
Abendkasse
kein Vorverkauf
Am Freitag, den 27. November 2026, lädt der Verein „Kultur am Chapf“ im Werkhof Eichberg zu einer besonderen Lesung ein. Gewonnen werden konnte für das letzte Kulturevent des Jahres der renommierte Journalist Samuel Tanner, gebürtig aus Marbach und aufgewachsen im St. Galler Rheintal der nach einer kaufmännischen Lehre bei einer hiesigen Regionalbank den Quereinstieg in den Journalismus vollzog. Tanners journalistische Ausbildungsstätten waren das „MAZ Institut für Journalismus und Kommunikation“ in Luzern so wie das „Schweizerische Literaturinstitut“ in Biel. Als Reporter stieg Tanner ein bei „Der Rheintaler“ in Berneck, es folgte die „Basler Zeitung“ und seit 2017 beliefert er die „NZZ am Sonntag“ mit Reportagen. Seit 2021 arbeitet er für deren Inlandredaktion. Mehrfach sind seine Reportagen, die Blickgenauigkeit und Kenntnisreichtum mit Tiefgang und Humor verbinden, schon ausgezeichnet worden: So erhielt Tanner bereits im Alter von 22 Jahren den „Swiss Press Award“ in der Kategorie „Lokaljournalismus“ (damals war er noch für den „Rheintaler“ und die „Rheintalische Volkszeitung“ tätig). 2019 wurde er vom Branchenmagazin „Schweizer Journalist“ als „bester Sportjournalist des Jahres“ gekürt, und im Jahr 2021 verlieh ihm der „Zürcher Presseverein“ den „Newcomer-Preis 2021“ für seine im Stillstand des Coronajahres 2020 entstandene Reportage „Glaube und Macht“, einem zutiefst eindrucksvollen Parteienporträt über den Niedergang der CVP, zu der er den Mitte-Präsidenten Gerhard Pfister durch die einstigen Stammlande begleitete. „Gott geht nicht mehr an die Urne – eine Abschiedstour durch das Stammland der katholischen Wählerschaft“, so titelte Tanner am 12.09.2020 in der NZZ thematisch vorab.
Um nur weitere zwei seiner unterhaltsam-gewinnbringenden Reportagen zu nennen, wären da unbedingt aufzuführen: „Die Schweiz wird zum Selbstbedienungsladen. Es regiert das Gefühl, dass andere mehr profitieren als man selbst“ (NZZ vom 15.02.2024) sowie „Die Weltordnung gerät durcheinander. Wie geht es der Schweiz dabei? Sie will nicht gestört werden“ (NZZ vom 20.10.2023). Letztere Reportage, von Tanner untertitelt mit „Expedition(en) in die eidgenössische Seelenlandschaft, kurz vor den Wahlen“ macht „die neue Unordnung auf der Welt“ auf der Olma in St. Gallen, dem „Jahrmarkt der alten Ordnung“ humorvoll dingfest im Gespräch zweier Marktbeschicker mit Publikumsverkehr. Der „Rückzug in den eigenen „safe space“ als ordnende Antwort der Schweizer Seele angesichts der in Unordnung geratenen Weltlage wird im Artikel aufs Schönste illustriert durch die akribisch ordnenden Rasenpflege eines Eigenheimbesitzers. Unbedingt lesen!
Freuen wir uns schon jetzt auf einen Abend mit hörbarem journalistischem Tiefgang, der uns die dunkle Jahreszeit mit dem Licht kluger, gründlicher und unterhaltsamer Recherche erhellt, die uns sicherlich zu eigener Gedankenproduktion stimuliert.




